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Europäischer Fernwanderweg E5: Tag 2: Madau – Zams
Geschrieben am 5. Juli 2009 Keine KommentareFrisch gestärkt brachen wir bei Sonnenschein und mit trockener Kleidung in unseren zweiten vollen Tag auf! Schon nach wenigen Kilometern trafen wir an der Talstation der Materialseilbahn zur Memminger Hütte ein. Dort warteten schon zwei weitere Wanderer und ein Kurbeltelefon auf uns um den Materialtransport zu organisieren. Da wir mit festlich viel Gepäck unterwegs waren, nahmen wir den Materialtransport für einen kleinen einstelligen Eurobetrag in Kauf. Frei vom erdrückenden Gewicht ging es sodann in den Aufstieg zur Memminger Hütte. Als diese nach einem längeren Aufstieg in Sicht kam erwartete uns auf 2.200 m überm Meer eine Pferdeherde! Dies sorgte sogleich für weitere Verblüffung, denn für diese Herde waren auch noch durchaus hübsche Mädels zuständig, die wir auf der Memminger Hütte trafen. Für großartige Pausen hatten wir natürlich keine Zeit, und nach einem kurzen Skiwasser machten wir uns sogleich an den Aufstieg zur Seescharte.
Weiter ging es auf einem schmalen Weglein die ganzen Höhenmeter wieder herunter… Im Tal angekommen sollte uns laut Karte eine kleine Hütte, mit einer kleinen Stärkung erwarten; leider wurde diese von einer Lawine hinwegegräumt. Nichts destotrotz wollten wir uns ein klein wenig stärken und kochten mit frischem Schmelzwasser eine feine Maggi Suppe. Auf dem weiteren Abstieg in Richtung Zams kamen wir zwar noch an einer weiteren Hütte mit einer Einkehrmöglichkeit, der Wirt machte aber keinen besonders netten Eindruck und der Nachteinbruch war nahe. Im menschenleeren Wald trafen wir aber noch einen richtig urigen Jäger der uns empfahl auf einem Plateau überhalb von Zams zu übernachten. Nach einer relativ langen Wanderung an den extrem steilen Hängen des Lochbaches, kamen wir just vor dem Einbruch der Dunkelheit bei Einsetzendem Regen auf dem Plateau an. Dies führte zur amüsanten Konstellation, dass wir 3x den Schlafplatz wechselten. Erst begaben wir uns auf einen abschüssigen Hang, der gut von Bäumen geschützt war. Da der Regen aber aufhörte wagten wir uns wieder ins Freie ins Verhältnissmäßig weiche Gras; da wir aber auf dem weiterhin abschüssigen Untergrund wieder nicht schlafen konnten, zogen wir mitten in der Nacht (so gegen 1 Uhr) nochmals auf die 2 aufgestellten Parkbänke um. Gegen vier Uhr in der Früh kam allen Ernstes der erste Wanderer bergaufwärts vorbei… Trotzdem bekamen wir in dieser Nacht wenigstens eine Mütze voll Schlaf…
Ich empfehle die Bilder direkt bei Picasa anzusehen und bei den an diesem Tag geschossenen über 82 Bildern war es mir ein wenig zu viel Aufwand jedes einzelne mit Geotags zu versehen…
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Die Karte dient nur zur groben Orientierung, ich habe keine GPS Daten geloggt.Einen Kommentar schreiben





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