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Europäischer Fernwanderweg E5: Tag 3 Zams – Wenns
Geschrieben am 26. Juli 2009 Keine KommentareHalbwegs ausgeruht begaben wir uns bei schönsten Sonnenschein in Richtung Zams. Dass sich der Abstieg vom Hochplateau doch noch so lange hinziehen würde, hatten wir uns nicht gedacht. Im Ort angekommen, erblickten wir eine relativ neue katholische Kapelle und davor ein Trinkwasserbrunnen, wo wir sogleich eine Pause einlegten um unsere Wasservorräte aufzufüllen. Hunger hatten wir aber immernoch, weshalb wir wenig später in der Zamser Innenstadt eine Bäckerei überfielen. Frisch gestärkt machte wir uns zur Venetbahn auf, der Aufstieg auf den Krahberg sollte heute doch mal abgekürzt werden. Dafür wurden die 1432 m Höhenmeter in gerade Mal knapp 10 min zurückgelegt, was auch 11,50 Euro pro Person kostete. Oben angekommen war der Temperaturunterschied zum Tal merklich zu spüren, und wir fanden uns in einer Baustelle wieder, da die Bergstation der Venetbahn gerade komplett renoviert wird. Frohen Mutes machten wir uns weiter an den Aufstieg zum Venetgipfel. Von der Landschaft her ist der Venet ein ausgewöhnlicher Berg, überall Gras, nur sehr wenige Felsen, eine grünes Zwischenspiel auf unserem Weg durch Steinwüsten. Auf unserem Weg trafen wir auf zwei ältere Lothringer, die uns dank unseres schweren Gepäckes für Paraglider hielten, was uns in eine ausführliche Unterhaltung verwickelte. Auf dem Gipfel angekommen gönnten wir uns eine ausführliche Mittagspause und unterhielten uns mit allerlei Tagestouristen die nur den Ausflug auf den Gipfel im Program hatten.
Frisch gestärkt begaben wir uns auf einem Höhenweg zum nächsten Gipfel, von dem der Abstieg nach Wenns anstand. Nach dem ganzen Gewandere der letzten Tage war dieser Abstieg wirklich der schlimmste, er ging auf die Knie, das war wirklich schlimm. So waren wir nach Wenns relativ lange unterwegs, es geht ja auch elend lange bergab (1500 Höhenmeter). In Wenns angekommen ließen wir uns deshalb auch gar nicht auf lange Diskussionen ein und mieteten uns in Landhaus Gasser ein. Da wir einen Bärenhunger hatten stürmten wir sogleich den Pitztaler Hof, um endlich wieder eine gescheite Mahlzeit zwischen die Zähne zu bekommen.
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